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Die nachhaltige Nutzung des tropischen Regenwalds:
Die Ureinwohner des tropischen Regenwalds nutzen seit jeher das Ökosystem Wald naturverträglich und nachhaltig, da sie den Tropenwald als ihren Lebensraum begreifen und ihn aus diesem Grund nur so wenig als wirklich lebensnotwendig schädigen wenn überhaupt.
Diese Menschen in den ausgedehnten Regenwaldgebieten Brasiliens können ihr wirtschaftliches Auskommen hinreichend sichern, indem sie beispielsweise Nüsse und Früchte, wie z.B. Ananas, Bananen, Kokosnüsse und Avocados, oder Gewürze, wie z.B. Kakao, Vanille, Muskat, Pfeffer und Paprika sammeln und auf lokalen Märkten verkaufen.
Beim Verkauf dieser Regenwaldgüter an die Lieferanten der westlichen Industrieländer kommt es für die Indianer jedoch maßgeblich darauf an, wer dabei das „große Geld“ verdient! Leider sind es in der Regel nur die große Firmen und Konzerne, die bei diesen Geschäften reich werden, für die Menschen in den Wäldern fällt wenig dabei ab. Eine Alternaive ist auch hier der Handel mit dwp-Partnerorganisationen.
Ganz entscheidend für die Zukunft der Regenwaldgebiete ist die Verwirklichung des Prinzips der Nachhaltigkeit, was insbesondere auch den Verkauf von Tropenholz betrifft, wie z.B. Bambus, Balsaholz oder Mahagoni. Viel Tropenholz wird illegal geschlagen und endet als edles Möbelstück, Besenstiel, Eisenbahnschwelle oder Einmal-Essstäbchen. Man kann schon den Regenwald schützen und seine Bewohner dahingehend unterstützen, indem man z.B. Recycling-Papiere verwendet, Tropenhölzer nur aus der Produktion mit dem anerkannten Öko-Siegel, oder Nahrungs- und Genussmittel, wie z.B. Kaffee und Kakao, aus fairem Handel erwirbt.
Zwar zeigen verschiedenste Projekte in den Tropen, dass man dort die Wälder wieder aufforsten kann, doch haben diese Sekundärwälder oftmals nur wenig mit den ursprünglichen Urwäldern gemeinsam, denn von den vielen Tier- und Pflanzenarten, die dort einst gelebt haben, sind viele für immer verschwunden.
Wiederaufforstungen sind aber vor allem dann sinnvoll, wenn die aufgeforsteten Wälder an bestehende Naturreservate anknüpfen, wie dies beispielsweise beim Kinderregenwald in Guanacaste im Norden von Costa Rica erfolgt, oder wenn durch den Sameneintrag aus den Primärwäldern durch die Tiere und den Wind die natürlichen Arten wieder entstehen können.
Vorbildlich handeln die Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Gemeinden in und an den Regenwäldern mit ihrem Fachwissen schonende Bewirtschaftungsmöglichkeiten näher zu bringen. Dies sind z.B. die Mitarbeiter unserer Partnerorganisationen des „Ecocentro Danaus“, der „Área de Conservación Guanacaste“ und der „Asociación Conservacionista de Monteverde“ in Costa Rica, der „Fundación Jatun Sacha“ in Ecuador, die u.a. von Spenden des Vereins „Kinderregenwald Deutschland e.V.“ unterstützt werden.
Ganz entscheidend dabei ist immer, die Lebensbedingungen der Menschen in den Tropenländern und die naturverträgliche Waldbewirtschaftung zu verbessern und dabei gleichzeitig die Regenwälder zu schonen.
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